Watercolor and Ink

Spontane Tuschelinien unterschiedlicher Stärke, mit unterbrochenen Konturen, lebendiger Schraffur und gelegentlicher kratziger Trockenpinsel-Struktur. Lockere, unregelmäßige Formen, die ebenso sehr durch Lavurflecken wie durch Umrisse definiert sind. Palette aus transparentem Aquarell: warmer Ocker, gebrannte Siena, gedämpftes Oliv, staubiges Kobalt und Blaugrau, stets mit sichtbaren unbemalten papierweißen Flächen. Materialanmutung: Körnung von kaltgepresstem Rauhpapier, granulierende Pigmente, hartkantig getrocknete Farbpfützen und weich auslaufende Blüten, gelegentliche Tuschespritzer. Die Schattierung entsteht durch transparente, sich überlagernde Lasuren, wobei jede Schicht die darunterliegende abdunkelt; sichtbare Pigmentränder und Wasserränder ersetzen glatte Verläufe. Die Beleuchtung ist weich, natürlich und diffus, angedeutet durch ausgespartes Papierweiß für Glanzlichter und warme oder kühle Lasuren, die in die Schatten eingesetzt werden. Die Komposition bevorzugt eine lockere Skizzenbuch-Ansicht mit einem ungefüllten weißen Rand innerhalb des Bildes, asymmetrischer Platzierung und luftigem, aufgeräumtem Raum um die Figur.